50 Jahre Schecken-Züchter

Dieter Heuschele

Als ich nach meiner Fußballzeit 1961 mit meiner Rassezucht begann, hatte ich 1 Jahr langHelle Großsilber. Mir war die Rasse recht und gut, aber schon nach 1 Jahr sah ich die ersten Riesenschecken von Walter Beck auf einer Jungtierschau in Neckargartach.

Ich kam von diesen schönen Schecken nicht mehr weg und stand da wie angewurzelt. Nach langem hin und her gab mir Walter Beck ein 1,0 und eine 0,1 mit 6 Monaten, mit einem I. und einem II. Preis bewertet. Mein Zuchtfreund Kurt Zaiß, Japaner Züchter war auch dabei. Mit meinem Motorroller NSU Prima fuhren wir dann mit den Schecken nach Hause. Aber die Tiere bekamen trotz sehr guter Fütterung das Gewicht nicht. Ich ließ mir dann einen 8 kg-Rammler schicken, aber die Zeichnung war nichts, Form und Fell und der Stand mit starken Vorderläufen waren hingegen spitze. Meine erste Clubschau fand in Kochendorf statt, ich schnitt mit 2 x 1,0, 93 Punkten und 2 x 0.1, 94 Punkten sehr gut ab. Aber meine Tiere waren nicht besonders schaufertig gemacht. Im Januar 1964 stellte ich die 2 Häsinnen mit 94 Punkten von der Clubschau auf der Landesschau in Stuttgart aus (natürlich besser schaufertig gemacht) und ich stellte mit 95 Punkten die Siegerhäsin.

Von nun an war ich, wo ich ausstellte fast unschlagbar. Damals stellte ich nur auf Clubschauen, Lokalschauen sowie Bundesschauen in Stuttgart aus. Die Europaschauen besuchte ich nicht. Der Grund für nicht alle Schauen war: Hausbau, 2 Kinder, natürlich fehlte da das Geld. Ich möchte nicht übertreiben, meine Tiere waren damals so stark, wenn ich überall ausgestellt hätte, wären noch mehr Titel gewonnen worden.

Ein Beispiel: ein 1,0 Schecke bewertet mit 20 Form und 20 Fell, dasselbe Tier 4 Wochen später mit 20 Form und 20 Fell, aber nur 96 Punkte. Damals gab es nicht mehr als 96 Punkte. Als Riesenscheckenzüchter habe ich alle Titel öfters gewonnen, vom Vereinsmeister bis zum Europameister (früher: Internationaler Meister) sowie alle Siegertiere öfters geholt.

1981 meldete ich mich mit Karl-Heinz Halter und Dieter Gebhard für die Preisrichterprüfung an, aber leider kam alles anders. Meine Allergie gegen Haare, Gräser und Blütenstaub wurde immer schlimmer, die Fachärzte rieten mir, mit der Kleintierzucht aufzuhören. Ich hatte ja ein zweites Hobby, Skatspielen. So gründete ich einen Skat Club, die Gründungsversammlung wählte mich zum Vorsitzenden, dieses Amt begleitete ich 23 Jahre. Heute bin ich Ehrenvorsitzender. Als Skatspieler habe ich auch fast alles erreicht, 4 Jahre II. Bundesligaspieler und erreichte mit der Mannschaft, sowie als Einzelspieler den Endkampf um die Deutsche Skat Meisterschaft.

Aber im Stall standen immer noch ein paar wenige Riesenschecken, sie wurden von meiner Frau und meinem Sohn versorgt. 1982 konnte ich auf der Bundesschau nicht ausstellen (wurde 3 Jahre wöchtl. und 3 Jahre alle 14 Tage gespritzt), trotzdem besuchte ich sie.

Bei den Riesenschecken stand Erich Heinlein, er kam auf mich zu und wollte meine letzten Riesenschecken. Der Züchterfreund Heinlein wusste natürlich, dass ich noch ein paar – und nicht die schlechtesten- im Stall hatte und machte mir folgenden Vorschlag: „Dieter du suchst dir bei mir ein paar Kleinschecken schw.w. aus und ich bekomme im Gegenzug einen Riesenschecken“. Nach längerem Überlegen war ich damit einverstanden, es bringt mir und meiner Familie nur Vorteile, so wurde ich 1982 Kleinschecken-Züchter.

Meine Allergie wurde so langsam besser, aber ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das Projekt „Kleinschecken“ nichts geworden.

1984 führte ich mit unserem damaligen Vorstand Dieter Gebhard die Überregionale Scheckenschau in Wüstenrot durch. Zum ersten Mal waren es 1000 Schecken die gemeldet wurden. Die Worte von Walter Kölz vergesse ich nie, er sagte uns, das ist eine Musterschau.

22 Jahre züchtete ich schwarz-weiße und blau-weiße Kleinschecken mit demselben Erfolg wie die Riesenschecken. Aber eines muss ich noch schreiben, ich bewegte viel bei den Kleinschecken, hauptsächlich mit der Form durch meine Einkreuzung mit Spitzen Englischen Schecken.

2003 sagte ich mir, ich muss noch was bewegen mit den Zwergschecken schwarz-weiß und

blau-weiß. Neben meinen Kleinschecken machte ich schon längere Zeit mit Zwergschecken Versuche. Auf der Clubschau 2005 und der Bundesschau 2005 in Nürnberg stellte ich sie zum ersten Mal aus, natürlich mit Erfolg – Bundesmeister!

 

Wie bei den Riesenschecken und Kleinschecken holte ich auch alle Titel mit den Zwergschecken schwarz-weiß und blau-weiß.

 

Meine Erfolge mit Riesenschecken schwarz-weiß,

Kleinschecken schwarz-weiß und blau-weiß und Zwergschecken schwarz-weiß und blau-weiß:

5 x Europameister

7 x Europa-Champion

10 x Deutscher Meister

Die Deutschen Meister verteilen sich auf:

2 x Riesenschecken schw.w.

1 x Kleinschecken schw.w.

1 x Kleinschecken bl.w.

4 x Zwergschecken schw.w. und

2 x Zwergschecken bl.w. DAS IST EINMALIG!!!

 

Landesmeister fast immer, als auch 2-mal und viele, viele Landessieger und Klassensieger

 

REKORDZAHLEN !!!

Überregionale Scheckenschauen:

Viele, viele Meister und Siegertiere

 

Bei Clubmeister und Clubsieger sind es auch Rekordzahlen!

Ehrungen habe ich alle bis auf zwei.

 

Das waren meine Erfolge und dazu war ich immer ein Kamerad und vor allen Dingen ehrlich!

 

Dieter Heuschele